RESONATE
Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass der Kontakt mit der „Natur“ dazu beitragen kann, einige der drängendsten gesundheitlichen und sozialen Herausforderungen unserer Gesellschaft zu mildern, darunter Herzerkrankungen, Diabetes, Depressionen und Einsamkeit. Daher wurden verschiedene Maßnahmen entwickelt, um Menschen einen besseren Zugang zur Natur zu ermöglichen, damit Gesundheit und Wohlbefinden gefördert und Krankheiten reduziert werden können.
Trotz des Potenzials solcher Maßnahmen im Bereich der „grünen Pflege“, der „naturbasierten sozialen Verschreibung“ oder der „naturbasierten Therapie (NbT)“ wissen wir noch relativ wenig über: a) ihre Wirksamkeit in Bezug auf verschiedene gesundheitliche und soziale Ergebnisse; b) die Gerechtigkeit ihrer Nutzung in verschiedenen sozialen Gruppen; c) ihre ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen und Chancen; oder d) die Hindernisse und fördernden Faktoren für die Etablierung und den Ausbau solcher Programme parallel zu bestehenden Gesundheits- und Sozialversorgungssystemen in ganz Europa.
Das derzeitige vierjährige, mit 6,3 Millionen Euro aus dem Programm „Horizon Europa“ finanzierte Projekt „Building individual and community RESilience thrOugh NATurE-based therapies“ (RESONATE) wird all diese Fragen anhand einer weltweiten Bestandsaufnahme von Maßnahmen, neun NbT-Fallstudien und drei Maßnahmen zur sozialen Innovation untersuchen, in deren Rahmen naturbasierte Resilienz-Zentren entwickelt werden, um bewährte Verfahren für die Ausweitung und Verbreitung erfolgreicher Maßnahmen aufzuzeigen. Das oberste Ziel besteht darin, praktische Leitlinien und Instrumente für die Umsetzung naturbasierter Therapien bereitzustellen, und es wird erwartet, dass die Ergebnisse einen erheblichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung und den Einsatz naturbasierter Therapien im Gesundheits- und Sozialwesen in ganz Europa haben werden.
Unter der Leitung des Umweltpsychologen Mat White vom Cognitive Science Hub der Universität Wien besteht das Konsortium aus weltweit führenden Akteuren in den Bereichen NbT-Forschung, -Praxis, -Politik und -Innovation in Österreich (Green Care Austria, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg), Belgien (EuroHealthNet), Bulgarien (Meditsinski Universitet-Plovdiv), Dänemark (Københavns Universitet), Italien (Università degli Studi di Padova, ETIFOR), den Niederlanden (Natuurvoormensen Omgevingspsychologisch Onderzoek, Universiteit Twente), Spanien (ISGLOBAL, AZTI), Schweden (Nature Based Solution Institute, Uppsala Universitet) sowie im Vereinigten Königreich (University of Exeter, finanziert durch UKRI), ergänzt durch die fachliche Begleitung führender NbT-Forscher*innen und -Praktiker*innen aus Australien (University of Wollongong), Kanada (University of British Columbia) und den USA (Cornell University, University of California San Francisco).
Zu den weiteren Mitgliedern des Teams an der Universität Wien gehören die Psychologen Sabine Pahl und Martin Voracek, die die Integration der Daten aus den verschiedenen Teilprojekten der teilnehmenden Länder unterstützen werden. Julia Egger ist die Postdoc-Projektleiterin von RESONATE.
Das Projekt hat am 1. Juni 2023 begonnen und läuft bis zum 31. Mai 2027. RESONATE wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union unter der Fördervereinbarung Nr. 101081420 sowie durch entsprechende Mittel der britischen Forschungs- und Innovationsagentur UK Research & Innovation finanziert.
Laufzeit: 1. Juni 2023 bis 31. Mai 2027
Förderung: Horizon Europe
RESONATE-Website
beteiligte Mitarbeiter
Mathew White
Tenure-track Professor
Head of the Ecological
Public Health Group
+43-1-4277-47270
Sabine Pahl
Professor of Urban and Environmental Psychology
Lead of the Environmental Behaviour Group
+43-1-4277-47150